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Belastungsgrenze ist überschritten - Eric Meinhardt im Interview

Hallo,

der EHV Aue hat sich im oberen Tabellendrittel der 2. Bundesliga festgesetzt.
Besonders vor heimischer Kulisse ist die Mannschaft aus dem Erzgebirge eine Macht, gerade einmal sieben Punkte hat man in eigener Halle abgegeben.
Mit Mannschaftskapitän Eric Meinhardt haben wir uns über die Situation in Aue unterhalten.

Eric, wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf?

Wir haben eine gute Hinrunde gespielt und standen, wie ich finde, zurecht weit oben. Leider haben uns dann Verletzungen einiger Spieler etwas aus dem Tritt gebracht. Vor allem aber bei Auswärtsspielen haben wir leider nicht mit der Überzeugung gespielt, wie im Vorjahr. Mit dem derzeitigen Tabellenplatz können unsere Anhänger sicherlich zufrieden sein, wir sind es aber nicht.

 

Aue ist ein relativ kleiner Verein, ist es da nicht eher überraschend, dass man sich in der Spitzengruppe der 2. Liga etabliert hat?

Unser Verein mag zwar im Verhältnis zu anderen Teams relativ klein wirken, aber wir haben ebenso 14 Spieler zur Verfügung, wie alle anderen auch und diese verstehen es Handball zu spielen. Auch haben wir in den letzten Jahren nicht allzu viele Spieler verloren und konnten so zu einem homogenen Team zusammenwachsen. Das merkt man auf und neben dem Feld. Und das Wichtigste: Wir haben einen Top-Trainer auf unserer Bank.

 

Besonders eure Heimstärke ist bei den anderen Mannschaften gefürchtet. Was ist das besondere an der Erzgebirgshalle?

Das ist unser Publikum. Sie können eine derartig hitzige Atmosphäre auf das Feld übertragen, dass es die meisten Teams sehr beeindruckt und uns enorm puscht.

 

Die Saison ist in diesem Jahr besonders lang mit 40 Saisonspielen. Ist die Belastungsgrenze damit nicht sogar überschritten?

Wenn man sich die zahlreichen Pausen aufgrund von Verletzungen anschaut, dann muss man ehrlicherweise sagen ja. Nicht nur wir, sondern auch die anderen Teams haben damit mehr oder weniger zu kämpfen.

 

Zuletzt wurden die Doppelspieltage am Freitag und Sonntag kritisiert, wie ist deine Meinung zu den Doppelspieltagen?

Unsere Bilanz an diesen Spieltagen ist eigentlich sehr gut, von daher können wir uns nicht groß beschweren. Es ist aber meines Erachtens auch eine Art Wettbewerbsverzerrung, wenn manche Teams diese Tage dann umlegen können und so einige Teams mehr Doppelspieltage haben als Andere. Persönlich finde ich den Modus der Englischen-Woche besser!

 

Du wirst bald dein Studium abschließen und möchtest dann als Lehrer arbeiten, in wie weit ist Handball und Beruf für dich kombinierbar?

Handball und Studium sind sehr gut miteinander kombinierbar, wenn der Verein und die Universität dies ermöglichen. Das ist bei mir der Fall. Was das Berufsleben als Lehrer angeht, das kann ich noch nicht beurteilen. Aber es ist sicherlich nicht vergleichbar. Wenn es dann aber in ein Klassenzimmer geht, wird man mich am Abend nicht mehr in einer Handballhalle sehen.

 

Text:Geger/Foto: Angela Grewe

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