Magnus Jøndal zeigt sich zufrieden mit dem vierten Platz bei der Euro

Hallo,

 

bei Großturnieren machen immer wieder Spieler auf sich aufmerksam. Für viele ist es die Chance sich auf der großen Bühne zu präsentieren, denn nicht alle Spieler kommen aus den großen Ligen und den Top-Vereinen in Europa.
So konnten der Schwede Lukas Nilsson oder der Norweger Kristian Björnsen sich bei der vergangen Europameisterschaft in Polen schon mal den deutschen Handballfans präsentieren, beide wechseln zur kommenden Saison in die Bundesliga. Nilsson wechselt aus Ystadt zum Rekormeister nach Kiel und Björnsen zieht es von schwedischen Championsleague Teilnehmer Kristianstad nach Wetzlar.
Ein anderer Norweger, der bei der Euro auf sich aufmerksam gemacht hat ist Magnus Jøndal.

Jøndal war im Team von Christian Berge auf Linksaußen gesetzt und nur den wenigstens Handballexperten ein Begriff. Der 28 jährige spielt in seiner norwegischen Heimat für Arendal und war bislang noch nicht im Ausland aktiv. "Ich hatte nie die Möglichkeit ins Ausland zu gehen", so Jøndal, "wenn ich die Chance aber bekomme ins Ausland zu wechseln, würde ich ernsthaft darüber nachdenken. Es war immer mein Traum im Ausland zu spielen".
Mit seiner Leistung hat er sicherlich das Interesse im Ausland geweckt. In jedem Spiel konnte Jøndal sich in die Torschützenliste eintragen, am Ende standen 31 Treffer zu Buche und der Halbfinaleinzug mit der norwegischen Mannschaft. An das Halbfinale hat Jøndal vor dem Turnier nicht gedacht. "Unser Ziel vor der Euro war, dass wir mit Punkten in die Hauptrunde gehen", so Jøndal. Am Ende war es der vierte Platz für Norwegen und mit diesem ist Jøndal sehr zufrieden. "Natürlich war ich enttäuscht nach der Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland nach Verlängerung, aber jetzt bin ich glücklich mit dem vierten Platz."
Mit dem Halbfinale hat Norwegen auch noch die Chance auf die olympischen Spiele in Rio. Im Qualifikationsturnier geht es nun gegen Dänemark, Kroatien und Bahrain. "Es wird wirklich sehr schwer. Dänemark und Kroatien sind die Favoriten und wir nur Außenseiter", sieht Jøndal die Rollen beim Turnier in Dänemark klar verteilt.
Ein weiteres Ziel hat Jøndal aber ganz klar in dieser Saison vor Augen. Er will mit ØIF Arendal die norwegische Liga und die Meisterrunde gewinnen. Die Chancen stehen gut, Arendal führt die Liga mit nur einer Niederlage an und hat fünf Punkte Vorsprung vor Verfolger Haslum. "Die norwegische Liga hat nicht so ein hohes Niveau wie andere Länder in Europa, aber die Liga ist schon stark und ausgeglichen", weiß Jøndal um die schwere Aufgabe die ihn bis zum Saisonende noch erwartet.
Wie es dann für Jøndal weitergeht steht noch nicht fest, vielleicht konnte er mit seinen Leistungen so sehr auf sich aufmerksam machen, dass sich im Sommer sein Traum erfüllt und er doch ins Ausland wechselt um Handball zu spielen.

 

Text/Foto: Geger

Kommentar schreiben

Kommentare: 0